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Philosophie
Die Kürmusik für die Dressurreiterei hat sich im Laufe
der Jahre immer weiter entwickelt.
In den Anfängen von klassischer Orchestermusik dominiert, mußte
sie sich in den letzten Jahren
allgemeinüblichen Hörgewohnheiten beugen. Rock- und Popmelodien
wurden verwendet,
zuerst noch im klassischen Gewand, später immer mutiger mit
klaren Beats und harten Rockriffs.
Heute wird sich bei der Produktion einer Kürmusik praktisch
aus fast jedem Genre bedient,
nur instrumental sollte es möglichst bleiben, um nicht die
Aufmerksamkeit zu weit vom Visuellen abzulenken.
Von Abba bis Pink Floyd, von Sinatra bis AC DC, alles, fast alles
ist heute möglich und „erlaubt“,
um eine Kür zu untermalen.
Meine Philosophie geht weiter.
Eine gute Musik für eine wirkungsvolle Kür braucht keinen
Wiedererkennungseffekt.
Es muß nicht zum tausendsten Mal Top 40 Material verwurstet
werden.
Musik in Verbindung mit einem visuellen Erlebnis ist in ihrer Wirkung
unmittelbar.
Denken sie mal an einen guten Film, der Sie gefangen genommen hat!
-- War Ihnen die Musik bekannt? Nein!
Sie hat Sie überrascht, unbemerkt beeinflußt, hat Emotionen
hervorgerufen!
Genau dieses Prinzip verfolge ich, wenn ich eine Kürmusik
komponiere!
Kür und Musik ergeben ein Gesamtkunstwerk, welches spontan
erlebt, erfühlt, begriffen wird!
Das nichtvorhersehbare Moment ist ein bisher sträflich vernachlässigter
Faktor einer Dressurküraufführung.
Dies greife ich auf!
Ich vertone den „Film“ Ihrer Kür!
Ich sehe die Abfolge Ihrer Szenen und gebe ihnen mit Tönen
und Akkorden,
Rhythmen und Klängen einen besonderen und unvergleichlichen
Charakter!
Ihre Kür ist Ihre Kür! Unkopierbar! Einzigartig!
Und so muß auch die Musik dazu sein:
einzigartig!
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